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Album-Reviews

Therion - "Lemuria & Sirius B" (Nuclear Blast)


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Therion
Nuclear Blast
Jetzt wird es wirklich kompliziert für mich. Da bekomme ich eine Promotion CD von der Band Therion, wo jeweils zwei Alben drauf sind, die zur gleichen Zeit veröffentlich werden. Die eine lautet „Lemuria“ und die Andere „Sirius B“. Soweit ich weiß, wurde sogar noch eine dritte LP aufgenommen, die aber nicht zum gleichen Zeitpunkt heraus kommen wird. Kein wunder, dass die Plattenfirma irgendwann mal einen Riegel davor schiebt. Zu allem Überfluss sind von der „Lemuria“ nur 6 Tracks statt 10 Tracks zum anhören auf der CD und von der „Sirius B“ gibt es ganze 7 Tracks anstelle der sonst 11 Tracks. Und das Beste kommt noch! Kein Infoblatt zu der ganzen Erstehungsgeschichte. Normalerweise braucht man nicht unbedingt eine Infobroschüre zur jeweiligen Band, aber bei Therion wäre es verdammt noch mal angebracht! Trotz der Recherche im Internet bin ich nicht viel schlauer geworden. Also bleibt mir nur noch die Möglichkeit über diese beiden Alben zu spekulieren. Wer, oder was da alles mitwirkt und warum gerade zwei Alben zur gleichen Zeit erscheinen. Eines kann ich schon mal sagen. Komponist und Sänger Christofer Johnsson hat wohl mit ziemlicher Sicherheit sämtliche Musiker zusammen getrommelt und sie dabei mitwirken lassen. Die Gerüchteküche spricht von ca. 170 Musikern!!!

Fangen wir doch einfach mit der Review zu „Lemuria“ an:
Insgesamt wird auf diesem Silberling auf klassische Elemente der typischen Marke Therion gesetzt. Fette Keyboardeinlagen mit orchestralischen Gesängen. Mal mit Frauenchor, mal mit einem Männerchor. Natürlich sind andere Stimmlagen von Death Metal bis klassischen Metalgesang auch mit von der Partie. Immer sehr atmosphärisch umgesetzt und mit einem riesigen Schuss Pathos versehen. Bleibt nur die Frage, wer z.B. wer beim Song „Feuer Overtüre/Promethues entfesselt“ mitwirkt. Es könnte sich dabei um Rammstein handeln, da sich der eine Gesangspart ziemlich danach anhört. Sicher bin ich mir allerdings überhaupt nicht. Ansonsten wird musikalisch auf der „Lemuria“ alles von Metal bis Akkustikparts geboten. Dabei liegt das Hauptmerkmal im Midtempo-Bereich. Mal aggressiver, mal sanfter.

Die Review zu „Sirius B“ beinhaltet quasi genau das Gleiche, wie die „Lemuria“. Auch hier fahren Therion das gleiche klassiche „Metal meets Oper“ Konzept auf. Nur fällt meiner Meinung die „Sirius B“ etwas deftiger und abwechselungsreicher aus. Die Songstrukturen gefallen mir bei dieser Scheibe etwas besser. Mehr kann ich allerdings auch nicht dazu sagen.

Zum Schlusssatz, komme ich zum Ergebnis, dass Mr. Johnsson entweder größenwahnsinnig ist oder einfach nur das Talent besitzt solche gigantische klassische Metal-Platten auf zunehmen. Ich kenne persönlich nur die „Theli“ die 1996 erschienen ist. Und genau diese LP war bei uns damals ein großer Renner. Mittlerweile hat sich mein Musikgeschmack doch etwas verändert und somit empfinde ich die beiden Scheiben etwas zu kitschig. Ich könnte mir bei 170 verschiedenen begabten Musikern was anderes vorstellen. Ich bin mir aber durchaus bewusst, das Therion nach langer Durststrecke wieder ganz weit vorne mitmischen werden. Aber das Ganze Live umzusetzen stelle ich doch arg in Frage.

7 | 10 „Lemuria“ & 7,5 | 10 „Sirius B“ - Ramin Amir

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