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Album-Reviews

Décembre Noir - "The Renaissance Of Hope" (Lifeforce Records)


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Décembre Noir
Lifeforce Records
Es ist Herbst und es ist inzwischen durchaus ungemütlich draußen und in inzwischen sehr regelmäßigen Abständen servieren uns die Thüringer von Décembre Noir ein neues Album in genau dieser Zeit. Die Truppe aus Thüringen serviert uns ihren staubtrockenen Doom mit sehr viel Death-Anteilen gewohnt souverän durch die Boxen.

„A Swan Lake Full Of Tears“, gespickt mit diversen Sprachsamples, eröffnet die Herbstreise und bringt uns sofort in die richtige Stimmung. Die Produktion gefällt mir, denn sie ist recht trocken und schön bissig, aber doch organisch. Mit knapp unter neun Minuten kann man hier auch kaum von einem fixen Intro Song sprechen, hier geht es schon solide und ausgiebig zur Sache.
„Hope / Renaissance“ beginnt stampfend und walzt sich etwas aggressiver und zügiger durch die düstere Groove-Abteilung, jedoch wird nie auf schön eingestreute Melodiebögen verzichtet und man begibt sich wieder durch eine (ziemlich genau) neunminütige Reise durch die düstere Herbstzeit, schöner Song.
Normalerweise achte ich eher selten und noch seltener detailliert auf Songlängen, aber hier fielen mir diese dann doch einfach auf und das bärenstarke „Ritual And Failure“ ist mit dann über neun Minuten der zeitliche Spitzenreiter auf dem „nur 6-Track Album“, welches aber trotzdem eine Gesamtspielzeit von gut und gerne einer dreiviertel Stunde aufweist. Der Track beginnt melodisch und recht bedacht und eher schleppend, bevor er sich abwechslungsreich und teils Gitarren lastig in seine Intensität arbeitet. Der drückende Gesang von Sänger Lars drückt „Ritual And Failure“ dann zusätzlich den richtigen Stempel auf.
„Streets Of Transience“ beginnt schon fast seicht und drückt sich dann nach fast fröhlichen Klängen in die richtige Durchschlagskraft. Auch hier gefällt mir von Anfang an der doomige Groove, der im Mittelteil noch einmal richtig Fahrt aufnimmt und Drum getrieben die richtige Richtung vorgibt. Die immer wieder eingestreuten, ja fast schon melodischen, Gitarrenparts veredeln diesen Track entsprechend.
Die „Wings Of Eschaton“ markieren dann die Zieleinfahrt und bilden den vorletzten Track und beginnen schön brettig mit harten Riffs, die fast salvenartig abgefeuert werden, bevor es in den gewohnten Groove geht, der diese Truppe dann doch über das ganze Album auszeichnet. Hier wird wieder recht viel Atmosphäre aufgebaut und man kann fast von einer „Wall Of Death-Doom“ sprechen – Klasse Track.
„Behind The Scenes“ ist dann der sechste und letzte Track der Scheibe.
Dieser begrüßt uns mit dezenten Gitarren und sehr viel Melodie und fast fröhlichen Riffs, bevor er nach etwas über zwei Minuten sein wahres Gesicht zeigt und uns ein letztes Mal in intensive Sphären verfrachtet um dabei wieder ganz viel Groove zu verbreiten. Die anfänglich schon erwähnten Gitarren tragen uns dann aus dem Song und beenden die Reise und man entlässt uns mit einem breiten Grinsen in den Abend.

„The Renaissance Of Hope“ ist eine sehr abwechslungsreiche, intensive und düstere Reise durch die dunklen Herbsttage in dieser dann doch recht schrägen Zeit – in meinen Augen haben Décembre Noir wieder mehr als solide abgeliefert.

8 | 10 - Jens Krause

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