Harbor Inn Studios - Bremen
 

Live-Reviews

Algiers - Bremen - Tower (14.01.2019)
Montagabende sind in der Regel eher durchschnittliche Tage. Man hat meistens noch die ganze Arbeitswoche vor sich und hat sich zudem gerade aus dem Wochenende gegrooved. Wenn allerdings eine Band wie Algiers zugegen ist, dann ist dieses natürlich ein Pflichttermin.
Dieser Crossover aus Rock, Funk, Soul, Gospel und Elektro sucht seinesgleichen, daher war die Vorfreude groß, als der Gig vor einigen Monaten bestätigt wurde.
Kurz vor Gig-Beginn wurde noch kommuniziert, dass die Supportband Hope aus Krankheitsgründen leider nicht spielen kann und Algiers, als Hauptact, relativ zeitig beginnen würden.

Die Band kam pünktlich auf die Bühne und startete ihr energiegeladenes Set nach dem stimmungsvollen Intro mit „Animals“ vom 2017er Album „The Underside Of Power“.

Nach „Walk Like A Panther“folgte das unfassbar intensive “Cry Of The Martyrs“ (mein Highlight an diesem Abend).
Das ganze Erscheinungsbild der Band ist ja grundlegend großartig. Wirkt Sänger Franklin mit seinem Stirnband und Kaugummi-kauend (und chronisch grinsend) teilweise wie ein Protagonist aus Beverly Hills Cop, so hat Bassist Ryan seine eigene Performance – ganz großes Kino mit geilen Bühnen-Moves. Der ehemalige Bloc Party Drummer Matt sorgt für den richtigen Groove, wohingegen Gitarrist Lee eher zur ruhigen Fraktion gehört.
Die Band hat große Lust, interagiert mit dem Publikum und schmetterte neben bekannten Tracks wie „Hymn Of An Average Man”, “Claudette”, “Black Eunuch”,”Old Girl”, “Death March” oder “The Underside Of Power” immer mal wieder komplett neue und noch nicht veröffentlichten Tracks.
Der Tower war recht solide gefüllt für einen Montagabend, da habe ich schon ganze andere Besucherzahlen erlebt. Die Band hat es aber auch verdient von vielen gehört und auch gesehen zu werden, denn ihre Performance ist nicht nur intensiv und hochwertig, sondern hat auch irgendwie etwas von öffentlicher Improvisation. Hier scheint kein Abend wie der andere – irgendwie wirkt alles sehr spontan und null durchgeplant und das macht die Sache mehr als interessant und spannend für den Zuschauer.
Nach “Remains” und dem finalen “The Cycle/The Spiral – Time To Go Down Slowly” werden die zufriedenen Besucher in den ungemütlichen Montagabend entlassen…tolles Konzert, ich gucke die Band jederzeit wieder an !!!

Links:
Algiers

Jens Krause

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