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Interviews

Deichbullen
Deichbullen ist die weltweit erste norddeutsche Online-Krimi-Komödien-Serie und seit geraumer Zeit im Netz zu sehen. Typisch norddeutscher Humor gepaart mit dem Leben am Deich ist eine wirklich gelungene Melange und man bemerkt immer wieder wie man grinsend am Computer sitzt, während man diese Serie schaut.
Um etwas mehr über den Hintergrund zu erfahren, unterhielt ich mich mit Michael Söth, seines Zeichens Erfinder, Produzent und im Grunde „Chef von Alles“ bei dem „Deichbullen-Projekt“…

Hallo Michael - stell Dich doch bitte vor, so dass die Leser einen Eindruck bekommen wer Du bist und was Du machst…

Ich bin Michael Söth (49) aus Eckernförde. Aktuell wohne ich in Elmshorn bei Hamburg. Als gelernter Steuerfachgehilfe habe ich vor gut 25 Jahren in die Filmbranche gewechselt. Mit meiner Firma Söth Filmproduktion erstelle ich Image-, Event- und Dokumentarfilme. Meine Leidenschaft sind die selbstproduzierten Spielfilme.

Wie hat es bei Dir angefangen – wie bist Du „zur Kamera“ gekommen?

Ich habe als Assistent bei diversen TV Sendern gearbeitet. Bei den Einsätzen im Nachrichten und Sportbereich habe ich mir das Grundwissen für die Branche angeeignet. Irgendwann war ich dann so mutig eigene Projekte zu produzieren. Einfach Learning by doing.

Erzähl doch ein wenig über Deine bisherigen Projekte, bei denen Du ja immer schon mal zwischendurch Prominenz anlocken konntest…

2006 habe ich meinen ersten Spielfilm „Deichking“ produziert. Da waren u.a. Fettes Brot, Bela B., Lotto King Karl mit dabei. Der Film lief erfolgreich in vielen norddeutschen Kinos und in Österreich. Der NDR hat den Film 2008 das erste Mal ausgestrahlt. Am 18.12. läuft „Deichking“ auf Einsfestival. 2011 kam dann mein zweiter Spielfilm „Bauernfrühstück“ heraus, u.a. mit Eva Habermann, Buddy Ogün und Dirk Bach (war im Übrigen sein letzter Spielfilm). Auch „Bauernfrühstück“ lief in div. Kinos und der NDR strahlte den Film aus.

Nun hast Du mit „Deichbullen“ erstmalig eine Serie aus der Taufe gehoben. Wie kam es zu der Idee und wie begann dann die Umsetzung?

Als Filmemacher hat man immer irgendwann den Drang seine Geisteskrankheiten nicht nur aufzuschreiben sondern auch umzusetzen. Die Idee zu Deichbullen entstand schon bei der Produktion von „Deichking“ 2006. Im Hinterkopf hatte ich die Idee also schon lange. Es fehlten nur die richtigen Hauptcharaktere. Wie es das Schicksal so wollte, war ich 2014 auf einer Filmpremiere in Hamburg eingeladen. Dort sah ich meine jetzigen „Deichbullen“ und Lenka Arnold die Dörte Steenbeck in der Serie spielt.

Nach welchen Kriterien hast Du die Schauspieler ausgesucht?

Mir war wichtig dass die Schauspieler einen eigenen Charakter spielen. Also nichts aufgezwungenes, sondern etwas selbstentwickeltes.


www.youtube.com/v/mttfOHMZ4sY


Die Serie läuft nun im Web, gibt es nach wie vor die Idee einer Zusammenarbeit mit einem TV Sender?

Die Plattform Web ist ja für selbstproduzierte Serien noch Neuland. In den USA und England ist das schon viel selbstverständlicher. Es ist schwer auf sich aufmerksam zu machen bei der Vielzahl an Filmen im Netz. Aber es ist auch die Chance sich zu präsentieren ohne irgendwelche Verträge und damit Verpflichtungen einzugehen. Trotzdem ist die Verwertung im TV interessant. Als Filmemacher will man ja sein Werk möglichst vielen Leuten zeigen. Das ist zumindest immer mein Ziel.

Gibt es bereits überregionale Reaktionen auf die Serie?

Ich werde oft von "Exil Norddeutschen“ die z.B. jetzt in Bayern leben angeschrieben. Die bedanken sich für ein Stück „Ihrer“ Heimat. Schon die „Deichking“ DVD verkaufte sich super in Süddeutschland. Ob das alles Norddeutsche mit Heimweh waren?

Was wäre denn überhaupt Deine Wunschvorstellung mit dieser Serie – was wäre so der Traum, der zu erreichen schön wäre?

Das schönste wäre, wenn sich die Serie so finanziert dass wir zum größten Teil unabhängig arbeiten könnten. Also ohne Auflagen von TV Sendern, usw. und das wir für den Zuschauer kostenfrei bleiben. Das Potential und die Lust auf 10 Jahre „Deichbullen“ Serie ist bei allen Beteiligten vorhanden.

Eine zweite Staffel der Serie ist in Planung – kannst Du da schon etwas verraten?

Eine Staffel benötigt schon 2-3 Monate Produktionszeit. Wir haben einen professionellen Anspruch und den wollen wir auch umsetzen. Dies bedeutet aber auch dass die Kosten höher sind. Aktuell sitze ich an der Finanzierung der zweiten Staffel. Dies soll über Produktplatzierungen und Crowdfunding geschehen. Zum Inhalt kann ich nur verraten dass es schneller, heftiger, blutiger und noch mystischer und kurioser wird.

Gibt es Schauspieler, mit denen Du gerne mal in einem Deiner Projekte zusammen arbeiten würdest?

Ich würde sehr gerne mal mit Charly Hübner, Jan Josef Liefers und Axel Prahl drehen. Die werde ich, so wie ich das immer gemacht habe, einfach mal anfragen.

Was sind Deine weiteren Pläne für die nächsten 12 Monate?

Die Finanzierung und Vorproduktion (Drehbuch, Casting, Planung) wird mich noch einige Wochen beschäftigen.
Im Web wird man ja auch schnell vergessen. Meine Hauptaufgabe ist die Leute bei den „Deichbullen“ zu halten. Dafür haben wir uns auch einiges überlegt.

Links:
Deichbullen
Interview Jens Krause

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