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Interviews

Metamorpher
Metamorpher aus Mönchengladbach konnten mit ihrer EP "Becoming" ziemlich punkten, denn ihr buntes Gemisch aus diversen Stilen überzeugte. Grund genug sich mit der Band zu unterhalten, also unterhielt ich mich mit Dominik und Michael...

Moin Dominik und Michael – stellt Euch doch bitte kurz vor..

(D)Wir sind Metamorpher und machen Progressive-Power-Thrash-
Metal…hat man uns gesagt. „Ambient Prog Metal“ versteht keiner, auch wenns relativ logisch ist, bei einer EP mit nur drei Songs, wovon einer eben ne atmosphärische Halbballade ist *zwinker*.


Frage ist zwingend – warum man ist man wie auf den Bandnamen
gekommen, welche Assoziationen ?


(D)Der Bandname war das, was als allerletztes mühsam erarbeitet worden ist. Das war echt der einzige Prozess der keinen Spass gemacht hat. Nach fast 2 Monaten Sondierung hatte Micha endlich mit Metamorpher einen Treffer gelandet, der unseren selbst auferlegten Parametern genügte.

(M)Abgesehen davon , dass er meiner bescheidenen Meinung nach phonologisch recht cool ist, bietet das Thema Verwandlung/Metamorphose sehr schönen bildlichen Spielraum. Das spielt mir als Textschreiber ebenso in die Karten wie Artworkern.

Was ist Euer Background, wie habt Ihr zusammengefunden?

(D)Den längsten Weg gehen Micha, unser Sänger, und ich zusammen. Wir beide sind seit 2008 unterwegs und haben auch immer in unseren Hauptbands gemeinsam gespielt. Metamorpher ist direkt aus der Auflösung unserer damaligen Band Diagnosis:Different entstanden. Wir trennten uns von unserem Gitarristen 2016 und gründeten ein neues Projekt mit gleich zwei neuen Gitarristen. Patrick Wassenberg, mit dem ich seit 2015 in der Chris Howling Cover Band spiele und seit 2016 bei Motorjesus live, sowie Michael Schiefer, einem langjährigen Freund von mir.


Warum habt Ihr trotz EP nur drei Songs rausgehauen?

(M)Wir dachten, dass wir recht zügig eine Duftmarke hinterlassen sollten. Eine Standortbestimmung. Außerdem reden wir ja immerhin von knapp 20 Minuten Musik.

(D)Diese 3 Songs waren aus unserem Pool jene, die wir als erste in Stein meißelt wollten. Die EP ist für uns selber ein ganz wichtiges,
repräsentatives Statement für das was wir in Zukunft machen wollen und vor allem mit METAMORPHER auch machen können.

Wie sind die Reaktionen bisher? Unerwartete Reaktionen dabei,
oder läuft alles halbwegs im Rahmen?


(M)Zwischen euphorischen Extremen bis hin zum klassischen „Nicht meine Musik“, war eigentlich alles dabei. Was bei mir jedoch sehr positiv aufgefallen ist: Viele die uns schon länger verfolgt haben, empfinden BECOMING als Weiterentwicklung.

Zwei Drittel der EP sind nun in Video-Version verfügbar, den genialen Opener („Like A Mantis“) wollt Ihr doch nicht vorenthalten
und auch noch audiovisuell umsetzen, oder?


(M)Danke! Vielleicht werden wir zu „Like A Mantis“ ein live Playthrough
mit der ganzen Band mal aufnehmen. Das könnte ich mir momentan gut vorstellen. Allerdings steht auch viel Neues an auf das man sich mehr
konzentrieren sollte. Letzteres hat Priorität. Metamorpher hat nicht ohne Grund direkt ein relativ zügiges Schaffenstempo an den Tag gelegt. In der Vergangenheit waren wir in zu statischen Gefügen gefangen, die viel zu viel wertvolle Zeit gefressen haben. Diesen Fehler werden wir wohl nie mehr wiederholen.

Mit wem würdet Ihr gerne touren? Zum einen vielleicht ein halbwegs realistischer Support und dann noch eine Traumvorstellung..

(D)Erstmal schauen wir, dass wir unsere ersten Gigs bestreiten und uns einen Namen erspielen. Deshalb ist es auch gerade noch schwer eine realistische, namhaftere Band, die wir supporten könnten, zu nennen.
Wenn man aber jetzt schon vermessen sein sollte, dann würde ich das Devin Townsend Project (aktuell ja inaktiv) oder Gojira nennen, mit denen es für uns ohne Frage großartig wäre irgendwann mal zu touren.

(M)Es gibt natürlich die eine oder andere regionale Band, mit der es menschlich und/oder musikalisch interessante Schnittmengen gibt. Von
„kleineren“ Acts, würde mich persönlich Zeal and Ardor interessieren. Ich denke, dass da vieles passen würde.

Was sind Eure Pläne für die nächsten Monate?

Die nächsten Monate werden wir an weiteren Songs arbeiten und erste live Gigs spielen. In der zweiten Hälfte 2019 wird dann der Turbo angeschmissen, da wir für 2020 mit unserem Debüt-Album antreten und viel mehr live spielen möchten. Das ganze muss aber zunächst anständig
mit dem privaten und beruflichen Leben abgestimmt werden. Die LP soll auch in meiner Vorstellung organsicher werden. BECOMING lief mehroder weniger nach dem Schema „vom Blatt auf die Platte“ ab. Die Songs für das Album sollen aber zusätzlich durch die Live-Erfahrungen nachreifen und mehr von den anderen Bandmitgliedern durchgearbeitet und beeinflusst werden, bevor wir mit diesen ins Studio gehen.

Was machst Du, wenn Du gerade nicht mit der Band zu tun hast?

(D)Zeit mit meiner Familie verbringen, sowie Zeit in der Uni, Zeit auf der Arbeit, Zeit mit meinen anderen Bands, Zeit im Bett.

(M)Auf Lehramt studieren. Weiter liegt mein Fokus dann auch im Unterhaltungssektor. Ich habe meine Rock-Karaoke-Shows, die ich seit 10 Jahren in NRW veranstalte.

Nenne mir Deine drei Lieblingsorte auf diesem Planeten und
begründe bitte jeweils kurz


(M)Die Bühne, die Couch und das Bett.

(D)Orte : Platz 1: meine Badewanne, Platz 2 : mein Bett, Platz 3 : die Dusche. Bei Micha und mir deckt sich nicht alles 1zu1, aber Essentielles dann wieder doch *lacht*. Diese Orte sind einfach unsere Konstanten des Seelenfriedens.

Links:
Metamorpher
Interview Jens Krause

Reviews zum Thema "Metamorpher"

Metamorpher - "Becoming (EP)"

Metamorpher... klingt im ersten Schritt eigentlich eher wie eine Filmfigur aus einem Science-Fiction Klassiker. Aber falsch gedacht, denn es handelt sich hier um eine Band aus dem Westen Nordrhein-Westfalens – besser gesagt aus Mönchengladbach...
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