Album-Reviews

Musa Dagh - "Musa Dagh" (Hayk Records)


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Musa Dagh
Musa Dagh, ein Berg und ein Zufluchtsort einer widerständigen Gruppe. Musa Dagh, die Band, eine Debütscheibe, das Trio, widerspenstig und ohne Tabus. Völlig zwanglos und frei, ohne Regeln, ohne Druck von außen. Sie zelebrieren das, was sich wenige Bands trauen. Sie müssen keinen mehr was beweisen. Selbstbewusst und mutig schießt das Album aus dem Nichts.

Ganz so ist es allerdings nicht. Dahinter stecken kreative Köpfe, die schon lange im Geschäft sind und ihr Handwerk beherrschen. Ideen, Visionen und eine Portion Optimismus gehören schon dazu, um zu realisieren, was schon lange im Raum schwebt und steht. Geduld und Zeit spielen dabei auch eine große Rolle. Gespräche, Reisen und die Suche nach dem optimalen Zeitgenossen. Am Ende ein Termin in Berlin, ein paar Treffen und Benzin in den Adern. Ob es funktioniert? Und wie - es funkt, brennt und das Resultat ist eine Platte, die man nicht sofort einordnen kann. Noiserock, Alternativ, Stoner oder intelligente Rockmonster mit Mut zur Vergangenheit und Sicht in die Zukunft.
Zum Teil exotisch angehaucht und psychodelisch aufgestockt schieben Musa Dagh eine starke Scheibe ins Rennen. Mächtige Gitarrenriffs prägen das Album und der Sänger bringt es gekonnt wieder auf ein harmonisches Level hinunter. Harmonisch, krachig und lebendig! Das Album lebt von seiner kreativen Ader und Gelassenheit. Die Freiheit zu haben dies zu realisieren, ist das höchste Gut in der Musikbranche. Genau das spiegelt es wider und macht es zu einem besonderen Ereignis.
Vergleiche und Schubläden spielen keine Rolle und das Wort Supergroup lassen wir mal bewusst weg, weil es ablenkt und irritiert. Keine Vergleiche, lassen wir nur die Musik für sich sprechen. Wer sensible Ohren hat und sich schon länger in dem Genre austobt, hört Musa Dagh schon rufen.

9 | 10 - Ramin Amir

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