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Album-Reviews

Misery Loves Co. - "Zero" (Black Lodge Records)


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Misery Loves Co.
Black Lodge Records
An Misery Loves Co. kam man in den 90ern im Grunde nicht vorbei, wenn man sich mit Industrial Bands beschäftigt hat. Ihr druckvoller und melodischer Mix konnte mich seinerzeit auch in seinen Bann ziehen. Waren sie irgendwie immer ein wenig melodischer und auch grooviger als ihre damaligen Mitstreiter wie Fear Factory, Ministry oder die für mich völlig unterbewerteten Finnen von Painflow, so wurde es nach erfolgreichen Touren mit Bands wie Slayer oder Machine Head ruhiger.

Nach langer Zeit und viel Arbeit im Verborgenen, erscheint nun mit „Zero“ endlich wieder ein neues Lebenszeichen der Schweden.
Das Album ist bei weitem nicht so brachial und besticht aber durch eine unheimlich düstere Atmosphäre.
Dass die Truppe um Sänger Patrick Wirén gute Songwriter sind, wird durch die wirklich abwechslungsreichen Stücke auf dem neuen Output deutlich.

Songs wie das schöne „A Litte Something“, das intensive „Dead Streets“ (welches auch gut Platz in einem Soundtrack finden könnte), „Only Happy When It Rains“ (das ist fast Alternative, ok – ist ja auch von Garbage gecovert, das kann man nicht in ein komplett neues Genre projizieren) sind schon einmal ein sehr guter Start in das Album.
„Fell In Love“ ist dann schon eine Richtung düsterer und sehr treibend, erinnert mich ab und an sogar zwischendurch an End Of Green.
„The Waiting Room“ startet gleich ein wenig härter und intensiver mit treibenden Drums und kantigen Gitarren und leitet dann zu einem fast epischen Track über.
Mit dem catchy „Would You?“ nimmt man allmählich Kurs auf die Finalrunde, welche mit „Zero“ und dem fast melancholischen und sehr schönen „One Of Those Days“ eingeläutet wird. „Way Back Home“ markiert das Finale und bleibt im ähnlichen Fahrwasser wie der vorletzte Track. Es geht catchy und intensiv zu Werke und die zusätzlichen Sound-Effekte lassen mich streckenweise an alte 90er Jahre Amiga-Sounds denken, geil…
„Zero“ ist keine kühle und kantige Industrial-Scheibe, sondern eher eine abwechslungsreiche Rockscheibe, bedient sich in vielen Genres und weiß zu gefallen. Eventuell werden Die Hard Fans der ersten Stunde nicht auf das Album klarkommen, aber dennoch weiß das neue Album zu gefallen. Ich bin nun sehr gespannt, was mit der Truppe passiert.

8 | 10 - Jens Krause

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