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Der W - Hamburg - Docks (14.12.2011)
Unter dem Banner „Autournomie 2“ verschlägt es Stephan Weidner und Band erneut auf Tour in diesem Jahr. Also ab nach Hamburg an diesem regnerischen Mittwoch. Tags zuvor spielte die Band ebenfalls hier im Docks. Ich habe mich für Tag 2 dieser Doppel-Show entschieden. Dem Vernehmen nach sind es heute einige Leute weniger, die den Weg ins Docks finden, jedoch ist der Laden mitten auf der Reeperbahn sehr angenehm gefüllt. Vermutlich wird es auch hier einige Leute geben, die beide Shows mitgenommen haben. Meine Begleitung und ich nehmen unseren Platz in der vorderen Reihe ein und begutachten das limitierte Shirt, das ich nach dem pünktlichen Einlass abgegriffen habe. Davon gibt es jeden Abend nur 10 Stück, also insgesamt ne 100er Auflage. Dürfte bald ein Sammlerstück sein. Weiterhin gibt es die neue DVD samt Unterschriften und viele Shirts und Goodies zu fairen Preisen.
Um Acht starten dann Eschenbach in ihr Set. Der Opener „Teufel im Detail“ ist – wie einige andere Nummern auch – noch nicht veröffentlicht, das neue Album der Jungs erscheint im Januar 2012. Mit den bekannten Gassenhauern wie „Russisch Roulette“ oder „Schwarze Löcher“ lässt die Truppe schon mal aufhorchen, wenngleich sich die ganz große Euphorie der Hamburger in Grenzen hält. Im Verlauf des Abends wird eine Promo-EP mit 4 Songs des neuen Albums für lau verteilt, feine Sache – ebenso wie der gelungene Auftritt.
Es folgt eine erfreulich kurze Umbaupause, dann geht das Licht erneut aus und Stephan Weidner plus Gefolge betreten die Bühne, komplett ohne Intro und TamTam. Den Anfang markiert „Leinen los“, ein komplett neuer, unveröffentlichter Song. Die ca. 1000 Leute lauschen gebannt, der Song geht gut ins Ohr – siehe auch das Video am Ende des Berichts. Das Riff kenne ich aber irgendwoher... Rage Against The Machine, „Sleep now in the fire“ schmeiss ich mal in den Raum. Danach wird „Ihr habt Recht“ abgefeuert, der Song feiert auf dieser Tour ebenfalls seine Live-Premiere. Schon jetzt wird klar: Die Setlist ist im Vergleich zur Tour im Frühling eine komplett andere, sehr schön. Die Zuschauer sind allerdings ein wenig lahmarschig heute meiner Meinung nach. Findet Stephan wohl auch, und so lockt er die kühlen Hanseaten mit Sprüchen wie „Ihr seid verdammt leise“ langsam aus der Reserve. Die Setlist tut ihr Übriges, es folgt Hit auf Hit. Das ruhige „In stürmischer See“ ( ebenfalls zum ersten Mal auf dieser Tour live gespielt ) kommt sehr geil rüber, Highlight!
Dieses Prädikat verdienen sich auch „Schlag mich ( bis ich es versteh )“ und „Der W Zwo Drei“, welches als erste Zugabe dargeboten wird. Schön, diese Nummer wieder im Set zu sehen. Das Publikum ist inzwischen längst aufgetaut und feiert die Band nun mit permanenten Sprechchören ab. Auch der W selbst scheint gute Laune zu haben und die Reaktionen zu genießen. Es folgen 2 weitere Zugaben, dann sind plötzlich 100 Minuten um. Das Set kommt etwas oldschooliger als auf dem ersten Tourpart daher, gespickt mit einigen Raritäten – so soll es sein. Zusätzlich sind die Licht- und Soundverhältnisse absolut top, da gibt es nichts zu mäkeln. Zudem treffen wir einige bekannte Gesichter von den vorherigen Touren wieder, sehr nett und schön zu sehen, dass die Leute gerne wiederkommen. Und so lassen wir den Abend beim Dönermann um die Ecke ( die leckere Pommes-Döner-Tüte mit Scharf ) ausklingen. Dienstag dann die Fortsetzung.


www.youtube.com/v/vF1o3G3-3kk


Setlist:
Leinen los
Ihr habt Recht
Stille Tage im Klischee
Heiss
Geschichtenhasser
Gedanken können lernen
In stürmischer See
Gewinnen kann jeder
Bitte töte mich
Urlaub mit Stalin
Machsmaulauf
Es scheint als sei
Liebesbrief
Schatten
Nein, Nein, Nein
Du kannst es
Schlag mich ( bis ich es versteh )
An die, die wartet
Was ist denn hier nicht los
Der W Zwo Drei
Ein Lied für meinen Sohn
Mein bester Feind

Eisen-Dieter

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