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Live-Reviews

Machine Head - Münster - Skaters Palace (27.04.2018)
Mit „Catharsis“ haben Machine Head ein sehr abwechslungsreiches Album auf den Markt gebracht, welches im Vorfeld für enorme Diskussionen sorgte – am Ende des Tages aber doch mehr als positiv aufgenommen wurde und weltweit für enorme Verkaufszahlen sorgte.
Frühzeitig wurde bekannt, dass zu diesem Album auch eine ausführliche Tour erfolgen sollte, die nun um den ganzen Erdball führt.
Seit dem Debüt „Burn My Eyes“ (unvergessen der Gig im Bremer Aladin mit den großartigen Supportbands „Mary Beats Jane“ und „Meshuggah“ 😊 !!) , sehe ich die Band auf irgendwie jeder Tour (zu jedem Release) nach Möglichkeit mindestens ein Mal.
Dieses Mal stand neben Hamburg, Hannover auch Münster in noch relaxter Anreise-Entfernung und da ich die Location bis dato nicht kannte, fiel die Wahl auf diesen Termin.
Mit der „Reisegruppe Münster“ (eine Hälfte ging zu Machine Head, die Anderen zu Propaghandi in die fast benachbarte Sputnikhalle) gab es eine mehr als relaxte Anreise.
Rein von der Aufteilung, bzw. von Aufbau hat mich das Skaters Palace nicht vom Hocker gerissen, da die Bühne in dem etwas verwinkelten (fast ein Dreieck) Gebäude nicht wirklich zur Menge positioniert war, sondern einen Schlauch bildete, somit ein Drittel der Zuschauer einen suboptimalen Blick zur Bühne hatten.
Wie auch immer – wir hatten recht gute Plätze in Nähe des Mischpults und unweit der Getränke – das passte.
Es gab keine Vorband und Machine Head eröffneten ihr Set recht pünktlich mit Intro und dem Übersong „Imperium“.
Das war ein intensiver Beginn und sie starteten in eine mehr als überzeugende Reise durch die letzten 25 Jahre Bandgeschichte.
Der Sound war am Anfang relativ dürftig, so konnte man einen Teil der Gitarren kaum hören und die Drums waren auch nicht wirklich gut eingestellt. Die Snare klang anfänglich sehr dünn, vielmehr war sie kaum zu hören.
Nach und nach konnte der Mischer aber die richtigen Knöpfe finden und das Gesamtbild wurde stimmiger, wenn auch nicht wirklich laut in seiner Gesamtheit.
Songs wie das epische „Now We Die“ oder das nicht minder gute „Beautiful Mourning“ wurden von den Fans in der ausverkauften Halle ordentlich abgefeiert.
Es war ja frühzeitig bekannt, dass die Jungs kein 90min Set spielen, sondern sich irgendwo im Bereich „knapp unter drei Stunden“ einpendeln, je nach Setlist und wohl auch Stimmung im Publikum.
In Münster war es nicht anders und mit Krachern wie „The Blood, The Sweat, The Tears“, „Ten Ton Hammer“, „Locust“, „Davidian“, „Triple Beam“ oder das geile Aesthetics Of Hate“ (das ist nur eine kleine Auswahl) lieferten die Jungs ordentlich ab.
Es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dass Bands immer so abliefern. Habe vor nicht allzu langer Zeit eine andere Band aus den Staaten gesehen, die als Headliner nach nicht einmal einer Stunde von der Bühne gingen und sich teilweise mit Coverstücken vom Band am Bühnenrand selber feiern ließen….
Klar – es gibt auch Bands wie Mantar oder Raised Fist oder ähnliche Garanten für Spaß – da ist eine Show von 60 Minuten, die auf den Punkt kommt, perfekt und darf auch nicht viel länger sein, aber was ich da gesehen hatte von den Jungs (mit den fünf Fingern)…..puuuuh

Da ist Machine Head dann doch anders gestrickt und ein Garant für eine starke Live-Performance.
Es war ein Set von grob 170 Minuten – davon ziehe ich nochmal insgesamt 10 Minuten Drumsolo und Gitarrensolo ab, aber das war mehr als amtlich.
Klasse Show und jederzeit wieder…
Das nächste Mal wünsche ich mir aber den großartigen Song „Heavy Lies The Crown“ vom aktuellen Album – welch ein Song….

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Machine Head

Jens Krause

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