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Live-Reviews

Mastodon - Bremen - Aladin (14.06.2022)
Seit vielen Monaten waren Mastodon für eine Show in Bremen angekündigt. Anfänglich noch im etwas überdimensionierten Pier 2, aber kurzfristig wurde in das eh viel schönere Aladin gewechselt. War Bremen in den 90ern noch eine Hochburg für grandiose Konzerte, so wurde die Hansestadt in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt. Umso glücklicher konnte man sein, dass die Band aus Atlanta Bremen als Aufenthalt zwischen dem Download und dem Graspop Festival nutzte.

Den Opener in Bremen übernahmen De Staat, eine Alternative-Rock-Band aus den Niederlanden. Sie meisterten diese Aufgabe recht gut und hatten schon zu Beginn einige Fans im Publikum. Ihre quirlige Live-Show sticht schon ein wenig heraus und die Jungs aus Nijmegen sorgten mit Songs wie „Look At Me“, „Who’s Gonna Be The Goat“, „Kitty Kitty“ oder dem grandiosen „Witch Doctor“ durchaus für ein begeistertes Publikum und waren eine gut ausgewählte Auftaktband, die Lust auf den kommenden Akt machte.

Nach einer kurzen Umbaupause kamen Mastodon zu „Pain with an Anchor“, dem Opener des aktuellen Albums „Hushed and Grim“, auf die Bühne. Das Aladin war jetzt gut gefüllt und die Band begann ihre Reise durch ihre knapp über 20 Jahre Bandgeschichte.
Die kleinen Soundprobleme während der ersten Songs wurden schnell behoben und Kracher wie „Crystal Skull“ oder „Bladecatcher“ vom „Blood Mountain“ Album wurden ebenso zum Besten gegeben wie „Megalodon“ oder „Blood and Thunder“ vom noch älteren „Leviathan“ Album. „Black Tongue“ von „The Hunter“ und das bissige „Mother Puncher“ vom inzwischen 20 Jahre alten „Remission“ Album nicht zu vergessen…! Nostalgiker und Fans der neuen Stunde wurden auf jeden jeden Fall bestens versorgt.
Im Fokus stand das neue Album „Hushed and Grim“, von welchem diverse Songs gespielt wurden. Die Band hatte Bock zu spielen, das Publikum kam immer mehr in Fahrt und die Temperatur im Saal stieg von Song zu Song. Auch die Lichtshow hielt einige wunderschöne Effekte bereit, die sich sehen lassen konnten. Der Abend entwickelte sich zu einer wunderbaren Band-Reise, zu der jeder Fan abgeholt wurde, dem auch das neue Album gefällt. Von diesem wurden an diesem Abend Songs wie „The Crux“, „Skeleton Of Splendor“, das durchaus catchy „Pushing The Tides“, „More Than I Could Chew“ oder das epische „Gigantium“ gespielt.
Nach knapp 90 Minuten war die Show leider vorbei und eine zufriedene Band und ein glückliches Publikum verschwanden in die Bremer Nacht. Wir würden gern öfter Bands dieses Kalibers in Bremen begrüßen.

Links:
Mastodon

Steffi Müller & Jens Krause

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