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Album-Reviews

Kreator - "Phantom Antichrist" (Nuclear Blast / Warner)


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Kreator
Nuclear Blast / Warner
Kreator, wohin man blickt. Der Labelwechsel hat den Essenern sicherlich nicht geschadet, im Gegenteil: Die Ruhrpott-Thrasher sind in aller Munde, dank Nuclear Blast wird ordentlich die Werbetrommel gerührt. Das lange angekündigte Album ist nun endlich da, und das in schier unendlicher Vielfalt: Die Vinyl-Version gibt es nach meinem Stand in 8 Versionen ( 6 davon hab ich bis jetzt ;) ), die CD gibt’s als Deluxe-Box incl. T-Shirt, Wacken-Live-CD + DVD etc… Ein wahrer Merchandising-Overkill. Aber es wird ja niemand gezwungen, sich das alles zu kaufen.

Nun endlich zum Album: Als Eröffnung ertönt ein kurzes Intro, das anfangs an den Beginn von „I am hell“ von Machine Head erinnert, sich dann aber langsam steigert. Man fühlt förmlich die Ruhe vor dem Sturm, der dann in Form von „Phantom antichrist“ über den Hörer hereinbricht. Diese Nummer wurde bereits vorab ausgekoppelt und ist meiner Meinung nach jetzt schon ein Klassiker ( wie eigentlich alle Titeltracks von Kreator, bis auf „Cause for conflict“ – denkt mal nach ). Der Song will einfach nicht langweilig werden und fegt regelrecht über dich hinweg. Wahnsinns-Nummer! Es folgt „Death to the world“, schon wieder so ein martialischer Titel ;) Aber schön nachvollziehbar, wenn man die Hasskappe auf hat. Dann kommen die Zeilen „The whole human race shall die!!!“ noch mal ne Spur lockerer und inbrünstiger von den Lippen. Schönes Brett.

„From flood into fire“ zeigt dann die andere Seite von Kreator: Der Track steigert sich in seinem Verlauf über die schleppende Strophe bis hin zum epischen Chorus, der fast schon Manowar-artige Züge annimmt und ausgesprochen fett rüberkommt. Die Nummer dürfte live sicher gut ankommen. Mitgröhlfaktor hoch Drölf.


www.youtube.com/v/ojpQ3LCeQTY


Das nun folgende „Civilisation collapse“ ähnelt dem vorigen Song ein wenig, wie ich finde, vor allem im Refrain. Allerdings geht es hier wieder ein wenig zügiger zur Sache. Dementsprechend ertönt am Ende des Stückes eine amtliche Detonation.
„United in hate“ ist erneut ein potentieller Live-Kracher, der Refrain ist für die Konzerte einfach wie gemacht. Darauf freue ich mich jetzt schon. Feine Thrash-Hymne.
Ein weiteres Highlight ist das komplexe „The few, the proud, the broken“, welches erneut durch einen 1A Refrain besticht. Sehr vielschichtiger Song.

„Your heaven, my hell“ und „Victory will come“ fallen im Vergleich dann ein wenig ab, bevor “Until our paths cross again” das Album eher ruhig, aber keinesfalls schwach beendet. Mir persönlich gefallen diese ruhigen Kreator-Songs ja immer besonders gut ( das „Endorama“-Album ist eine meiner Lieblingsscheiben aller Zeiten ).

Das wirklich Schwierige ist nun, diese Scheibe zu bewerten, nachdem die Erwartungen derart immens waren. Einerseits ist der Titeltrack alleine schon die Höchstpunktzahl wert, andererseits fehlt so ein Ding wie damals „Voices of the dead“. Ich habe einfach den Verdacht, dass sie es NOCH besser können. Allerdings vermute ich auch, dass die Scheibe mit jedem Hören noch stärker wird, als sie es schon jetzt ist.
Nun denn: Nach reiflicher Überlegung und in Anbetracht einer wirklich starken Scheibe, die nur leicht zum Ende hin ein wenig an Fahrt verliert, vergebe ich

9 | 10 Punkten - Eisen-Dieter

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